Wheydrogen
Was wäre, wenn Molke zu einer sauberen und regionalen Energiequelle würde?
" Die Unterstützung von Fribourg Agri&Food ermöglicht es uns seit 2024, die Umwandlung von Molkepermeat in Bio-Wasserstoff voranzutreiben. Ein erster funktionsfähiger 500-ml-Prototyp, der den industriellen Anforderungen entspricht, konnte bereits erfolgreich entwickelt werden. "
-
Kontext und Herausforderungen
Kontext
Mit seiner bedeutenden Käseproduktion erzeugt der Kanton Freiburg grosse Mengen an Molkepermeat. Dieses an organischer Substanz reiche Nebenprodukt stellt insbesondere für Kläranlagen eine erhebliche ökologische Herausforderung dar.
Gleichzeitig sind der Landwirtschafts- und der Energiesektor mit einer doppelten Abhängigkeit konfrontiert: von fossilen Energieträgern und von importierten Düngemitteln. Die lokale Nutzung dieser Ressourcenströme wird daher zu einem strategischen Hebel, um die Nachhaltigkeit und Widerstandsfähigkeit des Kantons zu stärken.
-
Ziele und Auswirkungen
Ziele und Auswirkungen
Das Projekt Wheydrogen verfolgt das Ziel, Molkepermeat durch die Entwicklung einer innovativen Technologie zu verwerten, die:
- erneuerbaren Wasserstoff produziert,
- die Schadstoffbelastung des Nebenprodukts reduziert,
- Nährstoffe für die Herstellung nachhaltiger Düngemittel zurückgewinnt.
In einer ersten Phase konnten die Arbeiten die technische Machbarkeit des Verfahrens nachweisen und zu einem besseren Verständnis der komplexen Prozesse in mikrobiellen Elektrolysezellen beitragen.
In einer zweiten Phase konzentrierte sich das Projekt auf die Optimierung des Systems und dessen Skalierung, insbesondere durch die Entwicklung erster Prototypen.
-
Erwartete Ergebnisse
Ergebnisse
In den ersten Projektphasen konnte das Potenzial der Technologie bestätigt werden. Insbesondere wurde nachgewiesen, dass die mikrobiellen Systeme organische Stoffe effizient abbauen und dabei Energie erzeugen können.
Aufbauend auf diesen Arbeiten führten technische Weiterentwicklungen zur erfolgreichen Produktion von Wasserstoff sowie zur Entwicklung von Bioreaktor-Prototypen mit grösserer Kapazität. Damit wurde ein wichtiger Schritt in Richtung industrieller Anwendung erreicht.
Das Projekt ebnet den Weg für eine Kreislauflösung, die Energieerzeugung, Schadstoffreduktion und Nährstoffrückgewinnung miteinander verbindet und potenzielle Anwendungen in der Landwirtschaft, der Milchwirtschaft und im Mobilitätssektor eröffnet.