Nachhaltiger Dünger aus Insektenfrass
Das Start-up Lowimpact Food entwickelt einen natürlichen Dünger auf Basis von Insektenfrass und verwertet dabei regionale Nebenprodukte im Sinne einer nachhaltigen Kreislaufwirtschaft.
Dank des Innovationsschecks konnten wir unser Projekt gezielt vorantreiben und gleichzeitig seine Sichtbarkeit und Glaubwürdigkeit durch die Zusammenarbeit mit renommierten Partnern wie Grangeneuve stärken.
Die Entwicklung von Insektenzuchtbetrieben führt zur Entstehung von Nebenprodukten wie Insektenfrass – einem Rückstand aus den Ausscheidungen der Insekten, der in der Schweiz bislang nur wenig genutzt wird.
Gleichzeitig ist die Landwirtschaft stark von mineralischen Düngemitteln abhängig, die häufig energieintensiv hergestellt und importiert werden. Zudem wächst der Bedarf an nachhaltigeren Lösungen zum Schutz und zur Regeneration der Böden.
Die Herausforderung besteht daher darin, dieses regionale Nebenprodukt in eine glaubwürdige, leistungsfähige und sichere Alternative zu herkömmlichen Düngemitteln umzuwandeln und gleichzeitig dessen Stabilität und Qualität sicherzustellen.
Das Projekt verfolgt das Ziel, Insektenfrass in einen natürlichen Dünger aus lokaler und kreislauforientierter Produktion umzuwandeln.
Es trägt dazu bei, ein bislang wenig genutztes Nebenprodukt aufzuwerten und eine nachhaltige Alternative zu konventionellen Düngemitteln bereitzustellen. Gleichzeitig unterstützt es die Bodengesundheit und reduziert die Abhängigkeit von importierten Betriebsmitteln.
Die durchgeführten Versuche haben die Wirksamkeit und Sicherheit des Düngers bestätigt. Dabei wurden Leistungen erzielt, die mit jenen mineralischer Düngemittel vergleichbar sind.
Das Produkt wird heute in der Schweiz vermarktet und ist in verschiedenen Formaten erhältlich, die auf unterschiedliche Anwendungsbereiche abgestimmt sind.
Elektrische Ampfergabel
Die Unkrautbekämpfung Pflanze für Pflanze mithilfe einer elektrischen und intelligenten Technologie automatisieren.
„Die Unterstützung von Fribourg Agri&Food hat es uns ermöglicht, dieses Projekt bis zum fertigen Produkt zu entwickeln – also tatsächlich von der ersten Idee bis zum ersten marktreifen Produkt.“
Ampfer ist ein besonders problematisches Unkraut in Wiesen und landwirtschaftlichen Kulturen und beeinträchtigt die Erträge direkt. In vielen sensiblen Bereichen – wie im biologischen Landbau, an Feldrändern, in Grundwasserschutzzonen oder auf Flächen in Gewässernähe – ist der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln stark eingeschränkt oder sogar verboten.
Unter diesen Bedingungen bleibt das manuelle Ausstechen häufig die einzige Möglichkeit, obwohl diese Methode zeitaufwendig, körperlich belastend und kostenintensiv ist. Diese Einschränkung erschwert eine wirksame Unkrautbekämpfung und begünstigt die dauerhafte Ausbreitung der Problempflanzen.
Das Projekt verfolgt das Ziel, eine automatisierte Lösung zur Unkrautbekämpfung zu entwickeln, die einzelne Unkräuter gezielt behandelt – ganz ohne den Einsatz von Herbiziden.
Durch die Kombination von Kameratechnologie, künstlicher Intelligenz und gezielter elektrischer Behandlung kann das Gerät direkt an der Wurzel der Pflanze eingreifen. Dieser Ansatz trägt dazu bei, den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln zu reduzieren, die Effizienz der Unkrautbekämpfung zu steigern und den wachsenden Anforderungen an eine nachhaltige Landwirtschaft gerecht zu werden.
Langfristig ebnet das Projekt den Weg für eine neue Generation landwirtschaftlicher Geräte, die präziser, autonomer und umweltfreundlicher sind.
Im Rahmen des Projekts wurde ein funktionsfähiger Prototyp entwickelt und validiert, der Ampferpflanzen gezielt erkennen und behandeln kann.
Auf Versuchsparzellen wurden Praxistests unter realen Bedingungen durchgeführt, wobei die Flächen vor und nach der Behandlung überwacht wurden. Die Ergebnisse zeigen eine Absterberate der Pflanzen von bis zu 96 % nach wenigen Wochen und bestätigen damit die Wirksamkeit der Lösung.
Die Versuche ermöglichten zudem die Optimierung des elektrischen Behandlungssystems sowie die Identifizierung von Faktoren, welche die Leistung beeinflussen, wie beispielsweise die Bodenfeuchtigkeit oder die Isolierung der Komponenten.
Die Entwicklung wird mit dem Ziel fortgesetzt, ein zuverlässiges, automatisiertes und an unterschiedliche Einsatzbedingungen anpassbares Gerät auf den Markt zu bringen.
Lokale Wertschöpfung aus Molke
Translait und Milco SA schaffen Mehrwert aus der Molke Freiburger Käsereien, indem sie neue Lebensmittelprodukte im Rahmen einer regionalen Kreislaufwirtschaft entwickeln.
Molke erweist sich als vielversprechender Rohstoff für die Entwicklung neuer Lebensmittelprodukte mit hoher Wertschöpfung.
Molke, ein Nebenprodukt der Käseherstellung, wird trotz ihres hohen Verwertungspotenzials noch immer unzureichend genutzt.
In einem Umfeld, in dem Nachhaltigkeit und die Nutzung regionaler Ressourcen zunehmend an Bedeutung gewinnen, besteht die Herausforderung darin, dieses Nebenprodukt in Lebensmittel mit hoher Wertschöpfung umzuwandeln und gleichzeitig in bestehende Produktionsketten zu integrieren.
Das Projekt verfolgt das Ziel, neue Produkte auf Basis von Molke zu entwickeln und dabei auf eine regionale Wertschöpfungskette von der Sammlung bis zur Verarbeitung zu setzen.
Es trägt dazu bei, die regionale Kreislaufwirtschaft zu stärken, Nebenprodukte der Milchwirtschaft besser zu nutzen und neue Marktchancen für lokale Akteure zu schaffen.
Rund dreissig Varianten von Frischkäseaufstrichen wurden getestet. Dadurch konnte die technische Machbarkeit des Produkts bestätigt und das Herstellungsverfahren weiter optimiert werden.
Angesichts der für eine industrielle Produktion erforderlichen Investitionen richtet sich das Projekt nun auf die Entwicklung molkebasierter Milchdesserts aus, die sich mit den bestehenden Infrastrukturen einfacher industriell herstellen lassen.
Die Services von Fribourg Agri&Food in Aktion in der Technologiehalle
Mehr als 70 Akteurinnen und Akteure der Agro- und Lebensmittelbranche trafen sich in Grangeneuve, um die von Fribourg Agri&Food angebotenen Services und Unterstützungsangebote konkret kennenzulernen.
Unsere Veranstaltungen
Begegnungen zum Austausch, zur Inspiration und um Ihre Projekte von der Idee bis zur Markteinführung voranzubringen
Savoureux Second Souffle
Nebenprodukte der Käseindustrie in Essig verwandeln, um ihre Umweltbelastung zu reduzieren und neue Wertschöpfung zu schaffen.
Das Projekt zeigt, dass sich ein Nebenprodukt der Milchwirtschaft im Sinne der Kreislaufwirtschaft in ein hochwertiges Produkt mit Mehrwert umwandeln lässt.
Molkepermeat, ein Nebenprodukt der Käseherstellung, wird aufgrund seiner hohen organischen Belastung und seiner Auswirkungen auf Gewässer häufig als Abfall betrachtet.
Seine Entsorgung stellt eine bedeutende ökologische Herausforderung dar, bietet zugleich jedoch ein bislang wenig genutztes Potenzial für die Wertschöpfung innerhalb der Milchwirtschaft.
Das Projekt verfolgt das Ziel, Molkepermeat mithilfe eines Fermentationsverfahrens in Essig umzuwandeln und dieses Nebenprodukt vollständig zu verwerten.
Es trägt dazu bei, die mit seiner Entsorgung verbundenen Umweltauswirkungen zu reduzieren und neue wirtschaftliche Perspektiven für die regionale Käsewirtschaft zu schaffen.
Die durchgeführten Versuche haben die Machbarkeit der Herstellung von hochwertigem Essig aus Molkepermeat im Pilotmassstab nachgewiesen.
Diese Ergebnisse ebnen den Weg für eine industrielle Verwertung des Verfahrens und die Entwicklung neuer Produkte auf Basis von Nebenprodukten der Milchwirtschaft.
Verwertung von Nebenprodukten und unverkauften Backwaren
Unverkauften Backwaren ein zweites Leben geben, indem neue nachhaltige und attraktive Produkte entwickelt werden.
„Der Innovationsscheck hat es mir ermöglicht, erste Versuche durchzuführen und spezifische Geräte anzuschaffen.“
Die Lebensmittelverschwendung im Bäckereisektor ist erheblich: Jedes Jahr bleiben grosse Mengen an Brot und Backwaren unverkauft.
Die derzeitigen Verwertungsmöglichkeiten sind nach wie vor begrenzt und wenig attraktiv, obwohl Konsumentinnen und Konsumenten den Themen Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung zunehmend Bedeutung beimessen.
Das Projekt verfolgt das Ziel, innovative Produkte aus unverkauftem Brot zu entwickeln und dabei auf einen Ansatz der Kreislaufwirtschaft zu setzen.
Es trägt dazu bei, die Lebensmittelverschwendung zu reduzieren, neue Möglichkeiten für handwerkliche Bäckereien zu schaffen und den Erwartungen der Konsumentinnen und Konsumenten an eine nachhaltige Ernährung gerecht zu werden.
Mehrere Verwertungsansätze wurden untersucht, insbesondere die Verwendung von unverkauftem Brot zur Herstellung von Bier als teilweiser Ersatz für herkömmliche Rohstoffe.
Es wurden Prototypen entwickelt und von Konsumentinnen und Konsumenten getestet. Die Ergebnisse verdeutlichen das Potenzial dieser Produkte und zeigen gleichzeitig Optimierungsmöglichkeiten für ihre weitere Entwicklung auf.
Freiburger Mozzarella und Burrata
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Lokale Produktion von Haematococcus lacustris
Haematococcus lacustris lokal produzieren und gleichzeitig Solarstrom erzeugen.
Das Projekt untersucht ein innovatives Modell, das die Produktion von Lebensmitteln mit der Erzeugung erneuerbarer Energie verbindet.
Die Produktion nährstoffreicher Mikroalgen befindet sich im Aufschwung, bleibt jedoch insbesondere bei empfindlichen Arten wie Haematococcus pluvialis technisch anspruchsvoll.
In Europa beherrschen bislang nur wenige Akteure deren Kultivierung, und in der Schweiz gibt es derzeit noch keinen etablierten Produzenten.
Das Projekt verfolgt das Ziel, diese astaxanthinreiche Mikroalge mithilfe eines innovativen Kultivierungssystems lokal zu produzieren.
Es trägt zur Entwicklung einer nachhaltigen Produktion mit hoher ernährungsphysiologischer Wertschöpfung bei und kombiniert diese gleichzeitig mit der Erzeugung von Solarenergie am selben Standort.
Das Projekt ermöglichte die Entwicklung erster Prototypen eines hybriden Kultivierungssystems, das die Produktion von Mikroalgen mit der Erzeugung von Solarstrom kombiniert.
Technische Anpassungen trugen dazu bei, die Produktivität zu steigern und das Potenzial dieses innovativen Ansatzes für eine lokale Produktion zu bestätigen.